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01 Apr. 2026

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Rot-Weiß-Rot-Karte Plus für Ukrainer in Österreich: Wie man vom vorübergehenden Schutz zu einem dauerhaften Aufenthaltsstatus wechselt

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Austria
Rot-Weiß-Rot-Karte Plus für Ukrainer in Österreich: Wie man vom vorübergehenden Schutz zu einem dauerhaften Aufenthaltsstatus wechselt

Österreich hat bereits einen speziellen Weg für geflüchtete Ukrainer geschaffen, die vom vorübergehenden Schutz zu einer vollwertigen Aufenthaltsgenehmigung übergehen möchten. Das wichtigste Instrument hierfür ist die Rot-Weiß-Rot-Karte Plus, es gibt jedoch auch alternative Möglichkeiten zur Legalisierung. Erfahren Sie mehr über die Voraussetzungen für den Erhalt der RWR+, die Fristen, die erforderlichen Unterlagen und andere Möglichkeiten, nach Ablauf des vorübergehenden Schutzes in Österreich zu bleiben

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Österreich baut schrittweise einen rechtlichen Rahmen auf, der es Ukrainern mit vorübergehendem Schutz ermöglicht, zu einer regulären Aufenthaltsgenehmigung überzugehen. Wie Relocate.to berichtet, wird die Rot-Weiß-Rot-Karte Plus (RWR+) zum wichtigsten Instrument hierfür – ein spezielles Format für Vertriebene aus der Ukraine, das uneingeschränkten Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt gewährt.


Der vorübergehende Schutz in Österreich wurde derzeit bis zum 4. März 2027 verlängert, doch bereits jetzt können Ukrainer die RWR+ beantragen, sofern

eine Reihe von Voraussetzungen erfüllt sind.


Wer Anspruch auf diese Karte hat, welche Dokumente und Voraussetzungen erforderlich sind und welche alternativen Wege zur Legalisierung es gibt – das erfahren Sie weiter unten in diesem Artikel.


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Vorübergehender Schutz für Ukrainer in Österreich: Gültigkeitsdauer und aktueller Status


Vertriebene aus der Ukraine halten sich in Österreich auf der Grundlage des vorübergehenden Schutzes auf, der durch einen speziellen Ausweis – den „Ausweis für Vertriebene“ – dokumentiert wird. Nach Angaben des österreichischen staatlichen Portals ist es während der Gültigkeitsdauer dieses Status nicht erforderlich, einen Asylantrag zu stellen, da der vorübergehende Schutz eine eigenständige Rechtsgrundlage für den Aufenthalt im Land darstellt.


UNHCR Austria bestätigt, dass die Aufenthaltsgenehmigung im Rahmen des vorübergehenden Schutzes automatisch bis zum 4. März 2027 verlängert wurde. Dieser Zeitrahmen gibt den Ukrainern Zeit, den Übergang zu einem anderen Aufenthaltsstatus vorzubereiten. Genau aus diesem Grund bieten die österreichischen Behörden bereits jetzt einen konkreten Weg an – die Rot-Weiß-Rot-Karte Plus für Vertriebene, die die zugänglichste Option für diejenigen darstellt, die bereits im Land leben und arbeiten.


Übrigens haben wir kürzlich berichtet, dass die EU die Regeln für ukrainische Flüchtlinge ändern könnte.


Rot-Weiß-Rot-Karte Plus für Vertriebene aus der Ukraine: Wer kann einen Antrag stellen


Österreich hat einen eigenen Übergangsweg vom vorübergehenden Schutz zur RWR+ für Vertriebene aus der Ukraine geschaffen. Auf der Website der Stadt Wien heißt es, dass sich Ukrainer mit dem Status eines Vertriebenen für diese Karte bewerben können, sofern sie in den letzten 24 Monaten mindestens 12 Monate lang offiziell beschäftigt waren und über eine vollständige Sozialversicherung verfügten.

Die Beschäftigung muss über der Mindestversicherungsgrenze liegen – im Jahr 2026 beträgt diese Schwelle 551,10 Euro pro Monat.


Selbstständige Ukrainer können ebenfalls die RWR+ beantragen, jedoch unter der Voraussetzung, dass sie beim Sozialversicherungssystem SVS registriert sind und ein Einkommen nachweisen können, das über der festgelegten Jahresgrenze liegt. Der Hauptvorteil der Karte besteht darin, dass sie uneingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt gewährt – Inhaber einer RWR+ können in Österreich ohne gesonderte Arbeitserlaubnis und ohne Bindung an einen bestimmten Arbeitgeber arbeiten. Für Ukrainer, die sich bereits in die österreichische Wirtschaft integriert haben, ist dies ein deutlich stabilerer Status im Vergleich zum vorübergehenden Schutz.




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Anforderungen an Sprachkenntnisse, Einkommen und Unterlagen für die RWR+ in Österreich


Neben der Dauer der offiziellen Beschäftigung stellt Österreich zusätzliche Anforderungen an Antragsteller für die RWR+. Die Deutschkenntnisse müssen durch ein aktuelles Zertifikat mindestens der Stufe A1 nachgewiesen werden. Zudem muss ein gesicherter Lebensunterhalt nachgewiesen werden. Für das Jahr 2026 betragen die Mindestbeträge nach Berücksichtigung der regelmäßigen monatlichen Ausgaben: 1.308,39 Euro für eine Person, 2.064,12 Euro für Ehepaare und zusätzlich 201,88 Euro für jedes Kind.


Zu den erforderlichen Unterlagen gehören ein gültiger Reisepass, ein Nachweis über eine Unterkunft sowie eine Krankenversicherung. Die Gültigkeitsdauer des Reisepasses hat direkten Einfluss auf die Gültigkeitsdauer der Karte. In der Regel wird die RWR+ für maximal 12 Monate ausgestellt, sofern der Reisepass mindestens für diesen Zeitraum gültig ist. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, die Karte direkt für drei Jahre zu erhalten – dafür muss man mindestens zwei Jahre ununterbrochen und legal in Österreich gelebt haben, das Modul 1 des Integrationsabkommens absolviert haben und einen Reisepass besitzen, der noch mindestens drei Jahre gültig ist. Genau deshalb ist es für Ukrainer bereits jetzt wichtig, parallel zur Arbeit ihre Deutschkenntnisse auf das Niveau A1–A2 zu bringen und das Integrationsmodul abzuschließen.


Wie sich der Rechtsstatus von Migrantenkindern in der EU nach dem 18. Lebensjahr ändert – lesen Sie unter dem Link.


EU-Blue-Card und klassische Rot-Weiß-Rot-Card: Alternativen für qualifizierte Fachkräfte


Für Ukrainer, die nicht unter den speziellen RWR+-Weg für Vertriebene fallen, bietet Österreich andere Möglichkeiten der Legalisierung an. Eine davon ist die EU-Blue-Card, die sich an hochqualifizierte Arbeitskräfte richtet. Laut migration.gv.at sind im Jahr 2026 für den Erhalt der Blue Card ein Arbeitsvertrag von mindestens sechs Monaten, eine Tätigkeit im eigenen Berufsfeld sowie ein Jahresbruttogehalt von mindestens 55.678 Euro erforderlich. Diese Option ist vor allem für IT-Fachkräfte, Ingenieure, Ärzte und Vertreter anderer hochqualifizierter Berufe relevant.


Die klassische Rot-Weiß-Rot-Karte bleibt ebenfalls verfügbar, unterliegt jedoch strengeren Bedingungen. In diesem Fall gilt ein Punktesystem mit Qualifikationsanforderungen, und in bestimmten Kategorien ist eine Arbeitsmarktprüfung vorgesehen. Insbesondere für die Kategorie „Other Key Workers“ beträgt das offizielle Minimum im Jahr 2026 3.465 Euro brutto pro Monat; außerdem müssen mindestens 55 Punkte erreicht und eine positive Stellungnahme der AMS darüber eingeholt werden, dass kein gleichwertiger registrierter Bewerber für die Stelle vorhanden ist. Für Mangelberufe gelten gesonderte Regeln und spezielle Listen.


Wie man von vorübergehendem Schutz zu einer Aufenthaltsgenehmigung in der EU wechselt – das erklären wir hier.


Familienzusammenführung und Aufenthaltsgenehmigung für Studierende in Österreich für Ukrainer


Ein weiterer Weg zur Legalisierung ist die Familienzusammenführung. Laut Informationen von migration.gv.at können Familienangehörige nach den allgemeinen Regeln der Familienzusammenführung einen Antrag stellen, wobei die Anforderungen an Einkommen, Wohnraum und Versicherung erfüllt sein müssen. Das Portal der Stadt Wien präzisiert zudem, dass der Inhaber einer RWR+ für Vertriebene als „Bürge“ für den Ehemann oder die Ehefrau (beide müssen über 21 Jahre alt sein) sowie für unverheiratete Kinder bis 18 Jahre auftreten kann.


Eine Aufenthaltsgenehmigung für Studierende ist eine realistische Option für junge Menschen und diejenigen, die die erforderlichen 12 Monate Versicherungszeit für die RWR+ nicht durch Arbeit nachweisen können. Ein Studium in Österreich ist ein eigenständiger legaler Aufenthaltsweg, der später als Grundlage für den Übergang in einen Arbeitsstatus dienen kann. Diese Option ermöglicht es, im rechtlichen Rahmen zu bleiben und parallel dazu eine berufliche Perspektive im Land aufzubauen.


Ein Auslandsaufenthalt ist immer mit der Notwendigkeit einer zuverlässigen Krankenversicherung verbunden, und in Österreich ist dies eine der zwingenden Voraussetzungen für die Erteilung der meisten Aufenthaltsgenehmigungen. Das Portal Visit Ukraine bietet einen bequemen Service zur Beantragung einer Krankenversicherung für Ukrainer im Ausland. Die Versicherungspolice deckt die medizinischen Kosten ab und ist ein wichtiges Dokument für die Legalisierung in jedem europäischen Land.


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Zur Erinnerung! Die europäischen Länder leisten weiterhin finanzielle Unterstützung für Ukrainer, die unter vorübergehendem Schutz stehen. Die Höhe der monatlichen Zahlungen variiert je nach Land erheblich. Über finanzielle Hilfe für Ukrainer in Europa 2026 – lesen Sie hier.


Foto: Freepik


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Häufig
gestellte Fragen
Bis wann gilt der vorübergehende Schutz für Ukrainer in Österreich?
Der vorübergehende Schutz für Vertriebene aus der Ukraine in Österreich wurde automatisch bis zum 4. März 2027 verlängert. Während der Geltungsdauer dieses Status haben Ukrainer auf Grundlage des „Ausweis für Vertriebene“ das Recht, sich im Land aufzuhalten.
Was ist die Rot-Weiß-Rot-Karte Plus für Ukrainer und welche Rechte gewährt sie?

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