Im ersten Quartal 2026 ist die Zahl der neuen Asylanträge von Ukrainern in der EU drastisch um 57 % zurückgegangen. Während einige europäische Länder strenge Einreisebeschränkungen für Ausländer diskutieren, leisten andere weiterhin uneingeschränkte Unterstützung. Erfahren Sie, wohin die Flüchtlinge nicht mehr reisen und wo der Schutzstatus bis 2027 verlängert wurde
Die Migrationslage in Europa verändert sich rasant. Nach mehreren Jahren mit einem Rekordzustrom von Asylsuchenden verzeichnen die europäischen Länder nun einen deutlichen Rückgang der Migration. Experten führen diesen Trend sowohl auf die Verschärfung der Innenpolitik der Staaten als auch auf eine Verlagerung der Hauptursprungsländer der Migranten zurück.
Wie viele Flüchtlinge gibt es derzeit in Europa und wohin gehen sie?
Im ersten Quartal 2026 ging der Migrationsstrom in Europa deutlich zurück. Nach Angaben der Europäischen Kommission wurden in den EU-Ländern sowie in Norwegen und der Schweiz etwas mehr als 173.000 Asylanträge gestellt. Das sind 18 % weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Traditionell tragen weiterhin die großen westeuropäischen und südlichen Staaten die Hauptlast. Absoluter Spitzenreiter bei der Zahl der neuen Anträge war Frankreich mit fast 35.000 Anträgen. Mit geringem Abstand folgen Spanien und Italien, wo jeweils rund 32.000 Anträge registriert wurden. Auch Deutschland bleibt eines der Hauptziele und verzeichnete fast 29.000 Anträge von Asylsuchenden.
In welche europäischen Länder reisen Flüchtlinge nicht mehr?
Während einige Staaten Zehntausende Menschen aufnehmen, ist die Zahl der neuen Anträge in anderen Ländern auf ein statistisches Ausreißer-Niveau gesunken. Ein deutliches Beispiel dafür sind Ungarn und die Slowakei. In den ersten drei Monaten des Jahres 2026 gingen in diesen Ländern nur 26 bzw. 35 Anträge ein.
Interessanterweise hat sich auch das Profil der Migranten verändert. Während früher vor allem Menschen aus Syrien und der Ukraine die europäischen Grenzen überquerten, kommen die meisten Antragsteller mittlerweile aus Venezuela, Afghanistan und Bangladesch.
Die Zahl der Anträge von Syrern sank um 63 % auf etwas mehr als fünfeinhalbtausend. Noch aussagekräftiger ist die Situation bei den ukrainischen Staatsangehörigen: Die Zahl der neuen Anträge von Ukrainern sank im Vergleich zum Vorjahr um 57 % und belief sich auf lediglich 4.073 Anträge. Nach Ansicht von Fachleuten war gerade der drastische Rückgang des Zustroms aus der Ukraine und Syrien der entscheidende Faktor für den allgemeinen Rückgang der Migration in der Europäischen Union.
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Wird der Flüchtlingsstatus für Ukrainer abgeschafft?
Der Rückgang der Zahl neuer Flüchtlinge vollzieht sich vor dem Hintergrund lebhafter Diskussionen über eine Verschärfung der Migrationspolitik. Einige europäische Länder erwägen ernsthaft, die Zahl der Ausländer auf ihrem Staatsgebiet zu begrenzen.
Besonders akut stellt sich diese Frage in der Schweiz. Die lokalen Behörden erwägen die Durchführung eines landesweiten Referendums, dessen Ziel es ist, die Bevölkerungszahl des Landes gesetzlich zu begrenzen. Sollte diese Initiative die Unterstützung der Bürger finden, könnte dies direkte Auswirkungen auf Ukrainer haben. Insbesondere ist eine Überprüfung des besonderen Schutzstatus „S“ sowie die Einführung strenger Einreisebeschränkungen für neue Flüchtlinge, die vor dem Krieg Zuflucht suchen, nicht auszuschließen.
Einwanderungsangelegenheiten erfordern oft eine individuelle Herangehensweise, weshalb es für Ukrainer sinnvoll sein kann, sich im Voraus an Einwanderungsanwälte zu wenden, insbesondere über die Dienste von Visit Ukraine, um Fehler bei der Änderung des Aufenthaltsstatus zu vermeiden.
Zur Erinnerung! Die Liberale Partei Kanadas hat sich für die Visumfreiheit für Ukrainer ausgesprochen. Geplant ist die Umstellung auf die elektronische Reisegenehmigung eTA für Kurzzeitreisen. Erfahren Sie mehr darüber, was dies in der Praxis bedeutet.
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