Frankreich hat seine Regelungen zum Kindergeld geändert: Familien könnten bis zu 3.600 € verlieren
Frankreich hat seine Regelungen zum Kindergeld geändert und die Altersgrenze angehoben. Erfahren Sie, wer davon betroffen ist, wie viel Familien verlieren könnten und warum diese Entscheidung auf Kritik gestoßen ist
In Frankreich traten am 1. März 2026 neue Regeln für die Berechnung von Familienleistungen in Kraft, wodurch sich die Art und Weise ändert, wie Familien mit Kindern Zusatzleistungen erhalten. Die Änderungen betreffen das Alter, ab dem die erhöhte Leistung greift, und können für manche Familien erhebliche finanzielle Einbußen zur Folge haben. Darüber wird auf der Website caf.fr berichtet.
Was genau hat sich bei den Zahlungen geändert?
Bisher erhielten Familien mit zwei oder mehr Kindern erhöhte Leistungen, sobald das zweite Kind 14 Jahre alt wurde. Diese Erhöhung galt bis zum 20. Lebensjahr des Kindes.
Von nun an wurde die Schwelle für die Erhöhung verschoben – die Zusatzzahlung beginnt erst mit 18 Jahren. Damit hat sich der Zeitraum, in dem Familien erhöhte Zahlungen erhalten, von sechs auf zwei Jahre verkürzt.
Die Regierung begründet diese Entscheidung mit einer Studie der Direktion für Forschung, Evaluierung und Statistik (DREES), die ergab, dass die größten zusätzlichen Kosten für Kinder speziell in der späten Jugendphase anfallen.
Die Regeländerung bedeutet, dass Familien einen Teil der zusätzlichen Zahlungen verlieren, die sie zuvor erhielten, als ihr Kind zwischen 14 und 18 Jahre alt war. Die Höhe der Kürzung hängt vom Haushaltseinkommen ab und liegt zwischen 18 und 75 Euro pro Monat. Auf Jahresbasis bedeutet dies Verluste:
● zwischen 215 und etwa 900 Euro pro Jahr;
● insgesamt über 3.600 Euro über vier Jahre für die am stärksten benachteiligten Familien.
Wichtig: Die Änderungen betreffen nicht alle sofort. Die neuen Regeln gelten nur für Familien, deren Kinder am oder nach dem 1. März 2012 geboren wurden. Wer bereits nach den alten Regeln erhöhte Zahlungen erhält, wird diese unverändert weiterbeziehen.
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Warum stößt die Entscheidung auf Kritik?
Die eingeführten Änderungen haben unter Experten und sozialen Organisationen eine heftige Debatte ausgelöst. Insbesondere weisen einige Organisationen darauf hin, dass zusätzliche Ausgaben für Kinder bereits ab dem 14. Lebensjahr anfallen. Der Hohe Rat für Familienangelegenheiten lehnte die Änderungen bereits im Oktober 2025 ab.
Kritiker betonen, dass kinderreiche Familien mit mittlerem oder niedrigem Einkommen am stärksten betroffen sein werden. Trotzdem hat die Regierung beschlossen, die Reform beizubehalten.
Die französischen Behörden erwarten, dass die neuen Regelungen ab 2026 jährlich zwischen 200 und 300 Millionen Euro einsparen werden. Diese Mittel sollen zur Finanzierung anderer Sozialprogramme, darunter neuer Elternurlaub, umgeleitet werden.
Zur Erinnerung! Frankreich hat die Regeln für den Übergang vom APS zum titre de séjour über AFUCA aktualisiert und führt ab 2026 eine neue Prüfung ein. Informieren Sie sich darüber, wer antragsberechtigt ist, welche Unterlagen erforderlich sind und welche Risiken zu berücksichtigen sind, bevor Sie Ihren Status ändern.
Foto: jmanuelfx / Freepik
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