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22 Mai. 2026

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Die Schweiz könnte die Schutzbestimmungen für Ukrainer nach 2027 ändern: Was wissen wir?

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Die Schweiz könnte die Schutzbestimmungen für Ukrainer nach 2027 ändern: Was wissen wir?

In der Schweiz wird derzeit über die Zukunft des vorübergehenden Schutzes für ukrainische Flüchtlinge nach 2027 diskutiert. Erfahren Sie, warum sich die Kantone gegen einen automatischen Übergang zur B-Bewilligung aussprechen, welche Regelungen sich ändern könnten und was dies für die Ukrainer im Land bedeuten wird

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Die Schweiz könnte die Aufenthaltsregelungen für ukrainische Flüchtlinge überprüfen, sobald deren vorübergehender Schutz im Jahr 2027 ausläuft. Einige Kantone haben sich bereits dagegen ausgesprochen, Ukrainer automatisch vom S-Schutzstatus auf eine Aufenthaltsbewilligung der Kategorie B umzustellen. Grund dafür sind die finanzielle Belastung für die Regionen und die Befürchtung, dass die vorübergehende Regelung faktisch zu einem dauerhaften Weg zum Aufenthalt im Land wird.


Dies geht aus einer Pressemitteilung der Zentralschweizer Regierungskonferenz hervor.


Lesen Sie auch: Die EU könnte den vorübergehenden Schutz für Ukrainer bis 2028 verlängern – was ist bekannt?


Was bedeutet der S-Status für Ukrainer in der Schweiz?


Nach Ausbruch des umfassenden Krieges aktivierte die Schweiz den besonderen vorübergehenden Schutzstatus (S-Status) für Ukrainer. Dieser ermöglicht es ihnen, sich legal im Land aufzuhalten, Sozialhilfe und Krankenversicherung zu erhalten sowie Zugang zu Bildung und zum Arbeitsmarkt zu haben, ohne das reguläre Asylverfahren durchlaufen zu müssen.


Derzeit besitzen Zehntausende Ukrainer in der Schweiz diesen Status. Nach den geltenden Regeln könnten Inhaber des S-Status nach Ablauf des vorübergehenden Schutzes im März 2027 potenziell automatisch in eine Aufenthaltsbewilligung der Kategorie B überführt werden.


Genau diese Aussicht hat eine Debatte unter den kantonalen Behörden ausgelöst.




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Warum lehnen die Schweizer Kantone den automatischen Übergang zu einer B-Bewilligung ab?


Eine Reihe von Kantonen ist der Ansicht, dass die automatische Erteilung einer B-Bewilligung der Logik des vorübergehenden Schutzes widerspricht. Ihrer Meinung nach sollte ein Mechanismus, der als Notfallmaßnahme in Kriegszeiten geschaffen wurde, nicht automatisch zum Modell für einen dauerhaften Aufenthalt werden.


Der finanzielle Aspekt ist für die Regionen ein besonderer Grund zur Unzufriedenheit. Kantonale Vertreter behaupten, dass der Bund seine eigenen Mittel für die Unterstützung der Ukrainer schrittweise kürzt, während den lokalen Behörden nach dem Übergang der Personen in den B-Status möglicherweise höhere Kosten entstehen.


Dies betrifft in erster Linie Sozialleistungen, Wohnbeihilfen und Integrationsprogramme. Der Umfang der Unterstützung variiert von Kanton zu Kanton, weshalb die Regionen mehr Befugnisse bei der Festlegung der Regeln für die Sozialhilfe erhalten möchten.


Was könnte sich für Ukrainer nach 2027 ändern?


Sollte die Schweizer Regierung den derzeitigen Ansatz überarbeiten, müssten Ukrainer nach Ablauf des S-Status möglicherweise die üblichen Legalisierungsverfahren durchlaufen, anstatt automatisch in den B-Status überzugehen.


Dies bedeutet, dass Entscheidungen über das Recht auf weiteren Aufenthalt von Fall zu Fall getroffen werden könnten – unter Berücksichtigung von Beschäftigung, Integrationsgrad, Einkommen oder anderen Gründen für den Verbleib im Land.


Auch Änderungen am Sozialhilfesystem sind möglich. Die Kantone bestehen darauf, den Umfang der Unterstützung für Ukrainer selbst festzulegen, wenn sie die Hauptlast der Finanzierung tragen sollen.


Infolgedessen können die Höhe der Leistungen und die Bedingungen für die Unterstützung je nach Wohnort variieren.


Über 30.000 Ukrainer könnten von neuen Regeln betroffen sein


Die bevorstehende Entscheidung der Schweizer Bundesregierung wird das Schicksal von über 30.000 Ukrainern, die sich derzeit mit S-Status im Land aufhalten, direkt beeinflussen. Es wurden noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen, doch die Diskussion über die Zukunft ukrainischer Flüchtlinge in der Schweiz hat bereits die politische Ebene erreicht.


Die Einwanderungsanwälte von Visit Ukraine raten Ukrainern, die planen, nach 2027 im Land zu bleiben, bereits jetzt, Änderungen in der Gesetzgebung zu verfolgen und Dokumente vorzubereiten, die ihre Integration, Beschäftigung oder ihr Studium belegen.


Ukrainer, die sich derzeit im Ausland befinden oder einen Umzug in europäische Länder planen, sollten zudem im Voraus eine Krankenversicherung abschließen. Über Visit Ukraine können Sie online eine Police für Auslandsreisen erwerben – diese bietet den notwendigen Versicherungsschutz für Reisen und den rechtmäßigen Aufenthalt in vielen europäischen Ländern.




Derzeit hat die Schweizer Bundesregierung noch keine offiziellen Änderungen der Regelungen für Ukrainer nach 2027 angekündigt. Die Haltung der Kantone lässt jedoch vermuten, dass sich die Debatte über die Zukunft des S-Status in den kommenden Monaten nur noch verschärfen wird. Das zentrale Thema bleibt das Gleichgewicht zwischen vorübergehendem Schutz, der Integration der Ukrainer und den finanziellen Möglichkeiten der Regionen.


Zur Erinnerung! Die Schweiz hat die Regeln für die Gewährung vorübergehenden Schutzes für Ukrainer präzisiert, die zuvor einen Status in EU- oder EFTA-Ländern innehatten. Lesen Sie in welchen Fällen ein Antrag auf S-Status abgelehnt werden kann und was dies für ukrainische Flüchtlinge bedeutet.


Foto: kavalenkava / Freepik


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Häufig
gestellte Fragen
Was ist der S-Status in der Schweiz?
Der S-Status ist eine besondere vorübergehende Schutzregelung für Kriegsflüchtlinge. Er ermöglicht es Ukrainern, legal in der Schweiz zu leben, zu arbeiten und Sozialhilfe zu beziehen, ohne das reguläre Asylverfahren durchlaufen zu müssen.
Wie unterscheidet sich eine B-Bewilligung vom S-Status?
Wann könnte die Schweiz die Regeln für Ukrainer ändern?

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